Schloßkapelle
Bereits im 16. Jahrhundert wurde unter Landgraf Georg I. die Kapelle als Teil von Jagdschloß Kranichstein von Baumeister Kesselhut eingerichtet. Die Innenarchitektur des Raumes wird von den beiden hölzernen Emporen bestimmt sowie einer dekorativen Stuckdecke mit Voluten-Akanthus-Rahmungen.
Von einer geräumigen Empore – der früheren Fürstenloge - fällt der Blick durch verbleite Butzenscheiben auf Altar und Kanzel. Bei gleichzeitiger Nutzung als Pfarrkirche und Hofkapelle konnte sich die fürstliche Gesellschaft so während der Andacht räumlich von den niederen Ständen absetzen.
Die reformatorische Nüchternheit des Raumes kontrastiert mit dem imposanten Altarbild einer Kreuzigungsszene aus dem 17. Jahrhundert und dem farbenfrohen Bilderzyklus auf den Emporenbrüstungen mit Szenen aus dem Alten und Neuen Testament.
Neben der Kanzel schmücken drei Gemälde die Längswand der Kapelle. Zwei Portraits der Darmstädter Stadtpfarrer Philipp Georg Albrecht Walter (1694-1773) und Johann Conrad Lichtenberg (1689 – 1751) sind einem Bild des Schutzpatrons der Jäger, dem Heiligen Hubertus bzw. Eustachius, gegenübergestellt. Johann Tobias Sonntag verarbeitete in diesem Gemälde einen weitverbreiteten Kupferstich von Albrecht Dürer, die Bekehrung des hl. Eustachius beim Anblick des Hirschen mit dem Kruzifix.
Die Schloßkapelle kann für Hochzeiten, Tauffeierlichkeiten etc. genutzt werden.
Reservierungen erfolgen über die Evangelische Philippus-Gemeinde Darmstadt
Tel. 06151 / 79231
www.philippus-darmstadt.de



