Geschichte des Museums
Jagdschloß Kranichstein steht – wie das Schloßmuseum, das Prinz-Georgs-Palais, das Hessische Landesmuseum und die Mathildenhöhe – im Kontext der Darmstädter Museumslandschaft, die bis heute wesentliche Bestände aus dem hessen-darmstädtischen Fürstenhaus bewahrt und präsentiert.
Im Jahr 1917 begann Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein die jagdhistorische Sammlung seines Hauses im Schloß Kranichstein zusammenzuziehen, um sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Er ließ durch Hofmarschall Kuno Graf von Hardenberg das Museum der darmstädtischen Jagdkultur einrichten, das in seiner Grundsubstanz bereits der heutigen Sammlung entsprach. Diese wurde 1918 in einem ersten Schloßführer von Hardenberg beschreiben.
Während sich die umfangreiche Trophäensammlung und einiges Mobiliar bereits zuvor in Kranichstein befanden, kam neben dem großen Bestand jagdlicher Bilder noch die wertvolle Kollektion von Waffen und Jagdgeräten hinzu.
Ab 1939, bedingt durch die Kriegsereignisse, führte man die Gebäude vorübergehend einer sozialen Nutzung und Ausbildungszwecken zu, bis die Stiftung Hessischer Jägerhof das Schloß 1952 von Ludwig Prinz von Hessen und bei Rhein übernahm und kurz darauf das Museum wieder aufleben ließ.
Im Jahr 1988 machten wesentliche Baumängel die Schließung des Museums und eine aufwendige Restaurierung des gesamten Gebäudekomplexes notwendig. Das sanierte Gebäude mit dem neu konzipierten „Rundgang zur Geschichte der Jagd“ konnte gleichzeitig mit der kulturgeschichtlichen Abteilung 1998 wiedereröffnet werden.


